Stress in der Schwangerschaft hat Folgen

Während der Schwangerschaft sind Mutter und Kind eng verbunden. Das Baby nimmt schon sehr früh am Leben der Mutter teil: Es freut sich mit, wenn Mama glücklich ist, und fühlt den Stress, unter dem die Mutter leidet. Doch welche Folgen hat der Stress der Mutter fürs Kind? Wie reagiert es im Mutterleib und  wie verläuft seine Entwicklung, wenn es älter wird?

Was die Forschung sagt

Mittlerweile interessiert sich auch die Forschung für dieses Thema. Bei einer Studie wurde das Stresslevel von Schwangeren via Fragebogen festgestellt und gleichzeitig der Cortisolspiegel überprüft. Die Kinder der Frauen, die der Auswertung zufolge gestresst waren, wiesen später einen niedrigeren geistigen Entwicklungsstand auf. Einer anderen Studie zufolge litten die Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Gewalt erlebten oder besonders ängstlich waren, häufiger an Untergewicht oder Asthma. Es gibt noch mehr Studien zu diesem Thema, doch laufen alle auf dasselbe hinaus: Der Stress der Mutter beeinflusst das Kind – leider nicht im positiven Sinne.

Wie das Baby reagiert

Die Stresshormone der Mutter gelangen über die Nabelschnur in den Blutkreislauf des Kindes. Und beeinflussen dort das sich entwickelnde Gehirn des Embryos: Die Stresshormone signalisieren, dass Gefahr droht, dass ständige Alarmbereitschaft notwendig ist, um zu überleben. Auf dieses Signal reagiert das Baby natürlich. Es macht fahrige Bewegungen und zieht seine Arme schützend zum Körper, wie auf bfel.de zu lesen ist. Doch was bedeutet das für die Mutter? Muss sie sich Sorgen machen, wenn sie in ein Schwangerschaftstief fällt?

Was Schwangere tun können

Manche werdenden Mütter sind schon beim Gedanken daran gestresst, sich nicht aufregen und alle negativen Gefühle beiseiteschieben zu müssen. Doch das ist nicht Sinn der Sache, schließlich hilft Verdrängung nicht weiter. Wenn es Probleme gibt, sollten sie angesprochen und gelöst werden – um nachher wieder entspannt sein zu können. Ansonsten ist zu empfehlen, unnötige Hektik zu vermeiden. Und sich hin und wieder etwas zu gönnen. Dazu gehört, genügend Ruhepausen einzulegen, sich gesund zu ernähren, seine Hobbys und Freundschaften zu pflegen, Sport zu treiben und genügend zu schlafen. Kurzum: Ein gesundes Leben zu führen, das der werdenden Mutter – und dem Kind – gut tut. Die Schwangerschaft ist also eine tolle Gelegenheit, schlechte Gewohnheiten aufzugeben und neue Rituale einzuführen, die für mehr Lebensqualität sorgen.

3 Kommentare zu „Stress in der Schwangerschaft hat Folgen“

  1. Hallo,

    definitiv hat Stress eine große Auswirkung auf den Gesundheitszustand des Kindes. Allerdings nicht nur des Kindes. Es ist doch so, dass das Kind eins ist mit dem Wesen, was es in sich trägt. Dementsprechend fühlt das Kind das gleiche, wie die Mutter.

    Stress kann Krankheiten hervorrufen und ist damit in der Schwangerschaft tunlichst zu vermeiden.

    Viele Grüße

  2. Danke für den schönen Artikel. Ich finde es auch außerordentlich wichtig, Balance in den Alltag zu bringen. Meiner Frau hat man deutlich angesehen, dass es viel ausmacht, einen Gang runterzuschalten und bestimmt Rituale einzuführen, welche sich durch den Lebensabschnitt ziehen, sei es auch nur, Abends 30 Minuten zum Reflektieren zu haben oder regelmäßig schwimmen zu gehen. Von daher kann ich nur empfehlen, sich Zeit zu nehmen für sich und das neue Familienmitglied.

    Liebe Grüße!

  3. Ich denke, dass es neben dem negativen Stress auch den positiven Stress, wie z.B. die Vorfreude gibt. Es kann helfen, sich mit dem guten zu befassen, was am wachsen ist (nicht nur das Baby, vielleicht auch, dass ein neues Zimmer eingerichtet wird, etc.). Um Stress vorzubeugen, bleibt für die werdende Mutter und Vater die Frage, was tut mir/uns gut?

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